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Die über 900 Jahre alte Stadt an der via regia war vor dem 30-jährigen
Krieg die wichtigste Handelsmetropole zwischen Leipzig und Breslau. Infolge
schwerer finanzieller Kriegsbelastungen verlor Görlitz nach den Napoleonischen
Kriegen an wirtschaftlicher Bedeutung.
Mit dem Übergang zu Preußen im Jahr 1815 begann eine neue Blütezeit.
Eine kluge und vorausschauende Kommunalpolitik bewirkte in Görlitz
bereits 1847 den Anschluss an das preußisch-sächsische Eisenbahnnetz.
Die Industrie, vor allem Tuchfabriken und der Waggonbau, bestimmten bald
das Leben der Stadt. Es entstanden bedeutende Gründerzeitquartiere,
großzügige Parkanlagen und prächtige Stadtvillen. Im Jahr
1900 hatte Görlitz bereits
80 000 Einwohner; ebenso viel wie Wiesbaden zu jener Zeit.
Mit Ende des 2. Weltkrieges wurde die Stadt geteilt. Es dauerte mehr als
50 Jahre, bis sich beide Stadtteile wieder näher kamen und die Chance
einer gemeinsamen Vergangenheit für eine erfolgreiche Zukunft erkannten.
Durch die gemeinsame Bewerbungphase zu Europas Kulturhauptstadt 2010 sind
Görlitz und Zgorzelec ein weiteres Stück zusammen gewachsen.
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